Laut Studien leiden rund 80 Prozent der Bevölkerung unter Rückenschmerzen, die zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen und schließlich zu hohen volkswirtschaftlichen Kosten führen. Rückenleiden sind der häufigste Grund für Arztbesuche. Nahezu die Hälfte aller Krankenstands-Tage in der EU sind auf Erkrankungen des Bewegungsapparates zurückzuführen; Tendenz steigend.
Durch die TAS Initiative kann nun allen Menschen mit Rückenleiden geholfen werden, denn mit dem TAS Gesundheits-Online-Schnelltest, dem TAS 24-Stunden-Bewegungs-EKG, und in einzelnen Berufsgruppen einen speziellen ergonomischen Sitz am Arbeitsplatz, ist es möglich, gesundheitliche Risiken zu reduzieren und die Ausfalltage massiv zu senken.

Woher kommen Rückenschmerzen?

Plötzlich auftretende („akute“) Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule („Kreuzschmerzen“) können verschiedene Ursachen haben. Häufig werden sie als „unspezifisch“ bezeichnet. Das bedeutet, dass es keine eindeutigen Hinweise auf eine bestimmte zu behandelnde Ursache gibt. Akute unspezifische Kreuzschmerzen vergehen meist wieder von selbst.1

Akute unspezifische “Kreuzschmerzen” können unterschiedliche Ursachen haben:¹

  • verspannte Muskeln
  • Fehlhaltungen
  • Übergewicht
  • bestimmte Bewegungen (Heben, Beugen und Drehen)
  • zu wenig Bewegung
  • Stress
  • seelische und berufliche Belastungen

Was kann ich zur Vorbeugung von Rückenschmerzen tun?

  • Planen Sie regelmäßige Bewegung in Ihren Alltag ein und versuchen Sie die Bewegungsabläufe alle 30 bis 45 Minuten zu ändern.
  • Achten Sie in der Regel auf mindestens 6 – 8 Stunden Schlaf, um die Wirbelsäule zu entlasten.
  • Versuchen Sie, langes Sitzen oder einseitige schwere körperliche Arbeit zu vermeiden.¹
  • Sollten Sie Übergewicht haben, entlastet es die Wirbelsäule, wenn Sie abnehmen.¹
  • Achten Sie auf Ihre psychische Gesundheit. Seelische Belastungen können Rückenschmerzen auslösen oder die Beschwerden verschlimmern.¹
  • Zur Kontrolle Ihrer Bewegungsabläufe empfehlen wir Ihnen ein spezielles 24 Stunden Bewegungs-EKG, um Erkrankungen am Bewegungsapparat vorzubeugen und bereits auftretende Rückenschmerzen zu verhindern.

Ich habe Rückenschmerzen. Was kann ich tun?

  • Bei akuten unspezifischen Kreuzschmerzen sind vorerst keine weiteren Untersuchungen nötig (z. B. Röntgen, MRT, CT).¹
  • Bewegung ist das Wichtigste. Bettruhe kann Ihnen schaden und die Beschwerden verschlimmern.¹,³
  • Suchen Sie sich eine Bewegungsart, die Ihnen Freude macht und den Schmerz nicht verstärkt.¹
  • Müssen Sie bei der Arbeit viel sitzen, achten Sie auf geeignete Sitzmöbel und legen Sie regelmäßige Bewegungspausen ein. Vermeiden Sie, wenn möglich, langes Sitzen und Stehen.²,4
  • Bei sehr starken oder hartnäckigen Beschwerden sollte Ihre Hausärztin bzw. Ihr Hausarzt ausschließen, dass diese eine ernsthafte Ursache haben, die eine gezielte Behandlung oder weitere Abklärung erfordert.¹

Quellen

  1. Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) (2017): Nationale Versorgungseitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz – Kurzfassung,
  2. Auflage. Version 1 [Online]. DOI: 10.6101/AZQ/000377. www.kreuzschmerz.versorgungsleitlinien.de2. O’Sullivan, K.; O’Keeffe, M.; O’Sullivan, L.; O’Sullivan, P.; Dankaerts, W. (2012): The effect of dynamic sitting on the prevention and management of low back pain and low back discomfort: a systematic review. In: Ergonomics 2012/55/8: 898-908
  3. Oesch, P.; Kool, J.; Hagen, K. B.; Bachmann, S. (2010): Effectiveness of exercise on work disability in patients with non-acute non-specific low back pain: Systematic review and meta-analysis of randomised controlled trials. In: J Rehabil Med 2010/42:193-205
  4. Verbeek, J. H.; Martimo, K. P.; Karppinen, J.; Kuijer, Ppfm; Viikari‐Juntura, E.; Takala, E. P. (2011): Manual material handling advice and assistive devices for preventing and treating back pain in workers. In: Cochrane Database of Systematic Reviews/6:CD005958